Titel: Ein Beitrag zur Bestimmung der Grenzlast von Aluminiumträgern mit kreisförmigen Stegausschnitten
Sprache: Deutsch
Autor/Autorin: Gritl, Dieter
Schlagwörter: Aluminiumträger ; Stegausschnitt
Erscheinungsdatum: 1994
Serie/Report Nr.: Schriftenreihe Schiffbau;539
Zusammenfassung (deutsch): Ein Beitrag zur Bestimmung der Grenzlast von Aluminiumträgern mit kreisförmigen Stegausschnitten Außer für die Aufbauten bei Seeschiffen kommt Aluminium aufgrund seines geringen spezifischen Gewichtes als Werkstoff besonders im Kleinschiffbau zum Einsatz. So werden beispielsweise Rettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sowie Einsatzfahrzeuge der Behörden (Zoll-, Feuerwehrund Wasserschutzpolizeiboote) und Luftkissenfahrzeuge oft komplett aus Aluminium gefertigt. Durch ein relativ enges Netz aus Längs- und Querspanten erhält der Bootskörper ausreichende Festigkeit gegenüber den Beanspruchungen im Einsatz. Die Verwendung von Leichtmetall kommt außerdem einer hohen Geschwindigkeit zu Gute, was eine Hauptanforderung beim Entwurf dieser Boote darstellt. Um jede weitere Möglichkeit zur Gewichtsreduzierung auszunutzen, werden in den Stegen der tragenden Verbände (Querrahmen und Längsträger) oft kreisförmige Erleichterungslöcher vorgesehen, die gleichzeitig zur Durchführung von Kabelbahnen und Leitungen jeglicher Art aus Gründen der Platzersparnis unumgänglich sind. Die Ausschnitte führen allerdings zu einer Schwächung der Träger. Die Versagensart dieser ausgeschnittenen Biegeträger ist abhängig von der Art der Belastung, der Schlankheit der Träger und ganz besonders von der Form und Größe der Stegausschnitte. Ein Versagen kann eintreten durch: Schubbeulen der Stege,Schubbrüche an Schweißnähten,Biegemechanismus (Fließgelenkbildung), Normal- und Querkraftmechanismus infolge hoher Kerbspannungen. Besondere Bedeutung in dieser Arbeit kommt dem letzten Punkt und somit den Stegausschnitten zu, da diese Kerben darstellen. Als Kerben werden in diesem Zusammenhang allgemein Querschnittstörungen in einem Bauteil durch Ausschnitte, Einschnitte und Übergänge bezeichnet, die bei der Beanspruchung des Bauteils Störungen des Spannungsverlaufes zur Folge haben. Diese Störungen äußern sich in lokalen Spannungserhöhungen, die zum Versagen des Bauteils durch Riß- oder Bruchvorgänge führen können. Die Kerbwirkung unterscheidet sich dabei im wesentlichen nach der Art der Belastung des auteils und der Geometrie der Ausschnitte. Durch die elastizitätstheoretische Formzahl wird das Verhältnis der maximalen örtlichen Spannung zu einer festzulegenden Nenn- oder Vergleichsspannung als Maß für die Kerbwirkung erfaßt.
URI: http://tubdok.tub.tuhh.de/handle/11420/973
DOI: 10.15480/882.971
Institut: Entwerfen von Schiffen und Schiffssicherheit M-6
Ship Design and Ship Safety M-6
Dokumenttyp: Report (Bericht)
Enthalten in den Sammlungen:tub.dok


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